Erfahrungsbericht von einem Auslandspraktikum

2020 05 rmv gardasee sMit Erasmus+ nach Italien

Mein Name ist Rutderlyn Morrobel, ich bin 19 Jahre alt und ich komme aus der Dominikanischen Republik. Ich bin seit zweieinhalb Jahren in Berlin, Deutschland, und besuche zurzeit die August-Sander-Schule, um den eBBR zu erlangen.

Im November 2019 hatte ich dank Erasmus+ und über meine Schule die Möglichkeit, ein Praktikum in einem Kindergarten in Brescia (Italien) zu absolvieren; wo ich nicht nur über die Arbeit im Kindergarten etwas erfuhr, sondern auch mein Wissen über die italienische Kultur erweitern konnte.

Es war eine Zeit, in der ich ein neues Land kennen lernte, mit anderen Bräuchen, einer neuen Sprache und vielem mehr. Es war eine Zeit, in der ich Selbstständigkeit entwickeln und erlernen konnte, Verantwortung zeigen, sowohl bei meinen Hausarbeiten als auch im Betrieb, in dem ich mein Praktikum absolvierte.

Warum habe ich den Schritt gewagt, ein Auslandspraktikum zu absolvieren?

Ich habe mich für ein Praktikum im Ausland entschieden, weil ich es als Gelegenheit gesehen habe, zu reisen und eines meiner Lieblingsländer kennenzulernen, nämlich Italien. Auch weil eine Lehrerin es mir empfohlen hat und mir die Idee gefallen hat, ein Praktikum in einem fremden Land zu machen.

Wer hat mir geholfen?

Wie ich bereits sagte, wurde dieses Projekt zum größten Teil von Erasmus+ finanziert. Hiervon wurden die Vermittlung und Betreuung des Praktikums im Ausland, die An- und Abreise, die Unterkunft und auch ein Teil der gemeinsamen Freizeitgestaltung finanziert. Ich hatte auch finanzielle Hilfe vom Jobcenter, das mir einen bestimmten Geldbetrag zur Verfügung stellte, mit dem ich unter anderem während meines vierwöchigen Aufenthalts mein Essen kaufte.

Ich hatte auch die Hilfe von zwei Lehrerinnen, die dieses Projekt organisiert und begleitet haben, die mir sowohl beim Einschreibungsprozess als auch beim Inklusionsprozess in Brescia halfen, zusammen mit einer italienischen Mitarbeiterin vor Ort, die mich mit den notwendigen Informationen ausstattete, um Spaß zu haben und einen angenehmen Aufenthalt. Sie waren immer für alles ansprechbar.

Was habe ich im Ausland gemacht?

Ich habe mein Praktikum in einem Kindergarten gemacht. Vor dem Praktikum im Kindergarten hatte ich bereits eine Vorstellung davon, wie es sein würde, da ich zuvor mit Kindern gearbeitet hatte. Während des Praktikums konnte ich mit den Kindern singen, basteln, mit ihnen spielen, was ich mir schon vorgestellt hatte. Meine Aufgaben waren: Mit den Kindern zu spielen, Musik zu machen.

Dieses Praktikum bekräftigte mich darin, in diesem Bereich später arbeiten zu wollen. Durch dieses Praktikum im Kindergarten fühle ich mich bestätigt, in diese Richtung zu gehen.

Welche Orte habe ich besucht?

Jedes Wochenende wurden Ausflüge vorbereitet, um einige Orte in Italien kennen zu lernen. Orte, die wir besuchten, waren:

  • Die Insel Monte Isola im Lago d'Iseo (Iseo-See), einem der größten Seen in der Lombardei, Italien
  • Castello Scaligero di Sirmione (die Scaligerburg), eine Festung aus der Scaliger-Zeit und Zugangspunkt zum historischen Zentrum von Sirmione, Italien. Sirmione liegt direkt am Lago di Garda (Gardasee), dem größten See Italiens.
  • Pizzeria La Bersagliera, Brescia, wo wir ein leckeres Abendessen genossen haben.
  • Parco dell’Acqua, Brescia (Wasserpark), in diesem Park gaben sie uns eine kurze Tour, in der sie einige wichtige Informationen über das Wasser und die Wichtigkeit des Wassersparens erklärten

2020 05 rmv piazza vittoria s

Welche Menschen habe ich getroffen?

Während meines Aufenthalts blieb ich zusammen mit den anderen Praktikanten in dem Hostel Palazzina, in der Mitte von Brescia, wo ich ein Zimmer mit drei Praktikantinnen teilte, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Wir gingen zusammen aus, manchmal aßen wir zusammen, deshalb teilten wir Erinnerungen miteinander und wurden tatsächlich gute Freunde.

In welcher Sprache habe ich mich verständigt?

Es war sehr einfach für mich, mit Menschen in Italien zu kommunizieren, da meine Muttersprache Spanisch ist und Italienisch und Spanisch sehr ähnliche Sprachen sind. Und wenn nicht, habe ich auch Englisch verwendet.

Glück gehabt!

Was ist mir in Erinnerung geblieben?

Diese Reise werde ich nie vergessen, die Ausflüge, die Orte, das Essen, die Menschen, das Praktikum, die Sprache... Ich konnte ein wenig über alles lernen und es ist eine Erfahrung, an die ich mich immer mit einem Lächeln im Gesicht erinnern werde.

Vielen Dank an Erasmus+, dass ich diese Möglichkeit bekommen habe.

Rutderlyn Morrobel Vasquez, 22.05.2020

 

Siehe auch

Dieser Bericht wurde auch auf der Website der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung – NA beim BIBB – veröffentlicht: Mach mehr aus deiner Ausbildung.

 

 

Bildnachweis
© 2020 Rutderlyn Morrobel Vasquez, August-Sander-Schule